Dieser Blog ist voller Berichte von Reisen in Städte und Länder die ich mir erobert habe. Oft auch Reise an Orte in meiner Innerlichkeit oder Kinofilme. Sie sind immer meine Sicht: die Sicht eines schwulen Mannes. Sie bewegen sich immer in dem Dreieck aus Menschen, Kultur und Sex. Sarkastisch, ironisch, genau beobachtend und verletzend ehrlich zu mir selber und anderen. Um meine Sichtweise zu verdeutlichen schreibe ich ein „man“ immer als „Mann“. Rechtschreibfehler darfst du behalten.
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So nenne ich meinen kleinen versteckten Speicher in meinemKopf für Kunstwerke, die bereits jetzt einen grossen Einfluss auf mich haben könnten, die ich mir aber bewusst für einen andere Phase meines Lebens aufbewahre, in denen sie eine überragenden Wirkung haben werden zu DEM Thema, der dann anstehenden Lebensphase. (Was für ein langer Satz :-))
In dieser Schatzkiste war Wagner, Carl Jung oder auch Wittgenstein.
Diese tolle Doku über die Werke von Tilda, zeigt mir noch mal wie sehr ich in meiner Liebe zum Kino durch die Bewegung der Schwulen Filmfestivals beeinflusst bin. Derek Jerman und seine Filme sind mit das Beste aus dieser Zeit und dieser Bewegung. Was und wie Kunst ist, insbesondere im Film, haben mir die Filme von Jerman intensiv beigebracht. Ich letzter Zeit habe ich mich wieder mit ihm beschäftig und dabei gelernt, was sein Ziel mit seinen Filmen war.
Nicht Umsatz, nicht Erfolg, nicht Beachtung. Sondern die beste aller Zeit mit guten Freunden.
Diese Doku über Tilda zeigt, das sie genau das gleiche Ziel wie Jarman hat.
In dieser Zeit des Ultra-Kapitalismus und der Post-Covid-Einsamkeitswelle sind diese Ziele für Kunst das Sozialste was ich mir vorstellen kann. Und damit auch das Notwendigste.
Mit 57 bin ich noch nicht in der Phase, wo ich die beiden Filme von Jarman aus meiner Schatzkiste hole, die ich noch nicht gesehen habe. Aber ich fange an mich an sie zu erinnern.
„Der Garten“ und „Blue“ warten auf mich in meiner Schatzkiste. Tilda ist schon bei mir. Vorfreude war und ist meine schönste Freude. Auch bei so schwerer Kost wie bei diesen beiden Filmen.
Ich will alles. Von Thomas Mann und Lennard Bernstein.
Da gibt uns das Schicksal einer der wenigen sozialen Experimente wo wir in einer Kontrollgruppe sehen können: „was passiert wenn….“
Nehmen wir zwei Herren, die beide Herren lieben. Beide sind sich jeweils in zwei Sachen sicher. Sie sind Gottes Geschenk an die Menschheit und sie wollen einfach alles.
Bei dem Geschenk geht es eigentlich um das was sie als Künstler erstellen und nicht um sie als Person. Aber das wäre eine weibliche Perspektive einer Künstlerin auf ihre Kunst. Diese beiden Männer sind Egomaniacs und sehen da kein Unterschied.
Weibliche Künstler haben meistens viel eher Verstanden, daß das Kunstwerk immer mehr ist, als nur das was die Künstlerin rein getan hat.
Thomas und Lenny haben sicherlich nicht diese Perspektive. Sie sind das Geschenk Gottes. Soviel ist klar für sie.
Und beide entscheiden sich für ein Leben, das eine wichtige Konvention nicht akzeptiert: „Du kannst nicht alles haben!“
Und darin liegt das Vergleichende Experiment: sie gehen nicht mit der Frage durch das Leben, ob das nicht doch geht. Sondern sie entscheiden über ihr eigenes Leben und setzen als Antwort fest, das für sie es möglich ist, alles zu haben. Und das Leben spielt mit. Denn dem Leben, dem Schöpfer, dem Schicksal oder der Muppet Show ist es egal, ob du den Weg festlegst und das Ergebnis dem Zufall überlässt. Oder wie bei den beiden Herren, sie das Ergebnis festlegen und dem Leben den Weg bestimmen lassen.
Das ALLES der Herrn ist gleich. Sie wollen die Welt mit ihrer Kunst beglücken und dafür geliebt werden. Bewundert und gefragt werden. Und sie wollen dafür nicht aufgeben eine Familie mit einer Frau zu haben und mit ihr Kinder. Obwohl sie Schwul sind.
Und darin liegt das vergleichende Experiment. Das ist die Antwort auf die Frage, ob alles auf einmal möglich ist. Und das Leben zeigt uns in diesem „Experiment“ auf zwei sehr unterschiedlichen Wegen, wie Mann(sic!) das selbe Ergebnis im Leben erreichen kann.
Wie soll das möglich sein als schwuler Mann ohne zu lügen, zu betrügen oder Menschen einfach nur zu nutzen, bzw auszunutzen.
Thomas Mann beantworte diese Frage, eindeutig indem er für sich es als wahr empfindet, das er niemand anlügt oder ausnützt, indem er sich selber anlügt und ausnützt.
Lenny Bernstein verneint sein Schwulsein nicht, sondern zieht es vor, es als Liebe von allem Menschen zu leben. Sein es Liebhaber, sein es eine Ehefrau, sei es seine Kinder, sein es Musiker oder sein es „Schüler“ seines „Musikunterrichts“.
Er beantwortet die Frage damit, das er aufrichtig Menschen liebt und alle seine Talente an Menschen verschenkt als aufrichtiger Lehrer und indem er sich GANZ als Mensch zeigt. Er lügt also werder, sich noch andere an. Thomas lügt sich an und macht sich damit vor das er andere nicht anlügt.
Das Experiment zeigt uns was das zum Beispiel mit den Ehefrauen macht. Alle zwei Männer haben starke Frauen als Ehefrau gewählt. Stark in ihren Rollen als Ehefrau und Mutter. Aber mindestens auch so stark was ihre Intelligenz angeht und ihre eigenen Künstlerischen Qualitäten. Und nicht zuletzt die ständig unterschätze Rolle der Muse, als Quelle der Inspiration und Guidance und der oft notwenigen Disziplinierung.
* 1904 lernte Thomas Mann Katharina „Katia“ Pringsheim (Tochter des Mathematikers Alfred Pringsheim und Enkelin der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm) kennen und begann, um sie zu werben. In seinen Briefen und Tagebüchern sind bis dahin nur homoerotische Schwärmereien dokumentiert. Er lebte seine Homosexualität jedoch nicht aus, es blieb bei Schwärmereien für „Jünglinge“, die unter anderem in Der Tod in Venedig (Gustav von Aschenbach/Tadzio) und im Felix Krull (Lord Kilmarnock/Krull) ihren Niederschlag fanden. Wiki
* Mit dem Entschluss, Katia Pringsheim zu ehelichen, entschied er sich für ein „geordnetes“ Leben und heiratete in eine der angesehensten Familien Münchens ein. Katia zögerte zunächst, sodass die Ehe erst am 11. Februar 1905 geschlossen wurde. In seinem zweiten Roman Königliche Hoheit von 1909 hat Thomas Mann die Brautzeit literarisch verarbeitet. Mit Katia hatte er sechs Kinder: Erika (1905–1969), Klaus (1906–1949, Suizid), Golo (1909–1994), Monika (1910–1992), Elisabeth (1918–2002) und Michael (1919–1977, vermutlich Suizid).
* Felicia Cohn Montealegre (* 6. Februar 1922 in San José, Costa Rica; † 16. Juni 1978 in East Hampton, New York) war eine chilenische Bühnen- und Fernsehschauspielerin. Von 1951 bis zu ihrem Tod war sie mit Leonard Bernstein verheiratet.
Wenn ich mich mit Künstlern und ihrem Werk beschäftige, fallen mir fast immer Muse in der Recherche in den Schoss. Oft kann ich dabei drei Arten von Musen unterscheiden:
1. Die Muse, die einem den Rücken frei hält. (Marke Haushälterin, ohne jedmöglichen Einfluss auf die Kunst)
2. Die Muse, die einem motiviert oder diszipliniert bzw beides.
3. Und die Muse die einem Künstler inspiriert in eine besondere Richtung zu gehen Künstlerisch.
Oft benutzen gerade Musen der zweiten Art die „Waffe“ der Sexualität als Methode Macht auszuüben.
Bevor jetzt alles Woke Menschen aufschreien, gebe ich einen Bespiel für eine KünstlerIN, die eine Muse hat die die erste Kategorie angehört. In dem Film „Tar“ mit Cate Blanchet ist ihre Ehefrau zwar die Konzertmeisterin von Cate die die Dirigentin eines Symphonie Orchester ist.
In House of Cards hat der Hauptcharakter Francis Underwood mit seiner Ehefrau Claire quasi die Prototypische zweite Art der Muse.
Thomas Mann hat sich selber nicht gereicht und sich selber nicht vertraut . Deswegen war seine Frau seine Disziplinierende Muse par excellence.
Es braucht viel um eine Lüge für sich, seiner Frau, seinem Bruder, seinen Kindern und der Welt aufrecht zu erhalten.
Lenny Bernstein hatte keine Muse. Er hatte eine Ehefrau die er wirklich geliebt hat. Ja und das gebt obwohl man Schwul ist und ohne zu lügen.
Seine Ehefrau fast es zusammen:
„Let’s make not excuses,
he didn’t fail me
It’s my own arrogance,
To think I could survive,
On what he could give.“
Warum schreib ich darüber. Weil ich mich in zwei Punkten in der Darstellung mit Lenny in diesem Film wiederfinde.
Was es für mich bedeutet und damit für auch, nicht zu lügen. Und das wahrhaftig sein am ende doch einsam macht. Weil es andere überfordert.
Beispiele von Zitate dazu über ihn waren:
* „When I teach I learn, when I learn I teach!“
* „Er fühlt die Musik anstatt sie zu hören.“
* „nor blessed but cursed with his talents“
* „He enjoyer being famous. He loved to be famous“
* “as a genius it was not easy in the way that es had alwyas the feeling he is not doing enough, he is not living up to his inner standard, whatever that was.“
* „Er hat nichts ausgelassen. Er hat an den Exzess geglaubt.“
* „He couldn’t get enough of life. He couldn’t live enough life, but today he is tried.“
* „You couldn’t resist him, he was irresistible.“
Was all diese Zitate und das Portrait in diesem Film am besten Zusammen fasst, ist die Idee das Lenny ADHS hatte.
Und das ist die zweite Übereinstimmung. Natürlich bin ich kein Genie wie Lenny, aber durch ihn und sein Leben und durch diesen Film über ihn habe ich mehr über mich gelernt als in vielen anderen Situationen meines Lebens.
Ich finde es fürchterlich Schade, das dies mit Abstand der Langweiligste und langatmigste Film von Woody Allen ist. Zu erster mal mit einer rein Französischen Schauspieler Truppe. Die Hauptdarsteller sind durch den kanadischen Regisseur Xavier Dolan bekannt geworden und werden hier weiter unter ihren Fähigkeiten und eingesetzt. Das Drehbuch hat auf jeder Seite es verdient das eine Dramaturg die einfachsten Bausteine für ein spannende Geschichte einfordert.
Leider habe ich auch seit Jahren keine so schlechte Synchronisation erlebt. Vielleicht weil wir fast ja nur englisch Filme synchronisieren.
Aber was man dem Film am meisten vorwerfen muss ist sein unkommentierte Darstellung der Französischen Eliten, das abgeschottet Leben zu Menschen die nicht auf den entsprechenden drei entschiedenen Universitäten waren, bzw reich sind. Und damit auch der strukturelle Rassismus.
Allen nimmst diesen Elitärismus schlicht als billige Bühne.
Es tut mir leid, aber dieser Film ist kein Spätwerk sondern eine Unverschämtheit.
Perfektion ist der Tod der Kunst. Aus Sicht der Kunst ist Perfektion etwas das sowohl auserzählt als auch ausinterpretiert ist.
Dieser Film über den Film Jocker ist das Schlaraffenland für einen Künstler. Das Gegenteil von Perfektion. Diese Doku zeigt uns einen Film, der eigentlich ein Ballet ist. Genauer gesagt ein Improvisiertes Ballet.
Zum einen ein Pas de deux zwischen dem Regisseur und seinem Hauptdarsteller. Ein Corps deBallet, das der Hauptdarsteller in sich hat für die Möglichkeiten der Rolle des Jokers. Und das tatsächliche Tanzen des Körpers des Jokers.
Nichts davon hat ein Drehbuch oder eine Choreografie. Nichts davon muss so sein wie es es, sondern ist so wie es sich ergibt.
Ich schreibe diese Zeilen, weil diese Doku zeigt wie dieser Film entstandenen ist und wie die Art der Zusammenarbeit dafür so entscheidend war.
Diese Art zu Arbeiten und diese Art der Zusammenarbeit wird immer meine größte Sehnsucht sein.
Und diese Interpretation als Inszenierung zeigt uns warum ein Faust, eine Brünnhilde, ein Richard III. oder halt ein Joker immer wieder neu entdeckt werden kann.
Wer den Film sich erneut ansieht, kann den Film komplett neu entdecken als Ballet.
Selten sind wird einem perfektem Film so nahe gekommen. Und gleichzeitig selten so weit von Perfektion entfernt gewesen.
Diese Liebeserklärung für den Film und diese Art der Zusammenarbeit wird immer meine größte Sehnsucht für mich und mein Leben sein.
Was könnte es Schöneres geben, als zwei Kurzfilme von Pedro, die beide seine ersten Arbeiten in Englisch sind.
Leider leider leider. Sind die beiden Kurzfilme so weit auseinander wie die beiden Enden eins Regenbogens.
Der gewaltige Unterschied ist, das Pedro Frauen verstehe. Männer nicht. So einfach, aber dann doch so entscheidend.
Außerdem ist die Qualität der Texte so ein starker Abfall das es weh tut. In dem Kurzfilm „A human voice“ ist der Text immerhin von Jean Cocteaus Theaterstück La voix humaine.
Nicht falsch verstehen. Beide Kurzfilme sind cineastisch großartig, wenn es um so etwa wichtiges wie Kamera, Ausstattung, Set, Licht und Kostüme geht. Nur die Dramaturgie ist in dem einen Fall auf Weltliteratur Level (the human voice) und der andere Kurzfilm halt nicht.
Und das hat Pedro zu verantworten. Zum einen ist das Casting unausgeglichen. Ethan Hawke spielt Pedro Pascal spielend an die Wand. Aber auch nur weil er in seiner Rolle den klassischen Mann in seiner Beschränktheit „spielen muss“. Das aber dann auch herausragend. Da wo die Rolle Tiefe zeigen könnte, läßt Almodovar jüngerer Schauspieler das als platten Porno zeigen. Pedro Pascal kann aber aus seiner Rolle auch nicht viel machen, weil es pump gesagt eine reine Frauen Rolle, die Almodovar halt mit einem Mann besetzt hat.
„Der schwule Regisseur bezeichnete Strange Way of Life als seine „Antwort auf Brokeback Mountain“. 20 Jahre zuvor sollte Almodóvar bei diesem Film Regie führen, lehnte das jedoch ab, weil er nicht glaubte, die Beziehung der beiden Männer „animalisch“ genug darstellen zu können. Die Regie übernahm schließlich Ang Lee. „ (Wiki)
Das ist eine freundliche Untertreibung. Wer erleben will was es bedeutet Männern im Umgang miteinander zu erleben, bei dem der Regisseur weiß, wovon er spricht und alle Schattierungen aus einer männlichen Beziehung auch ausloten kann (wenn auch unter Brüdern) sollte sich folgende Film (Raymond & Roy) anschauen, auch mit Ethan Hawk. Ich kann es nur empfehlen.
The Human Voice
The Human Voice (spanisch La voz humana) ist ein spanisch-amerikanischer Kurzfilm des Regisseurs Pedro Almodóvar aus dem Jahr 2020. Er basiert auf dem Theaterstück La voix humaine von Jean Cocteau.[1] Tilda Swinton spielt die Hauptrolle und einzige Rolle. Es ist Almodóvars erster Film in englischer Sprache.
Pedro Almodóvar sagte über seinen Film „The Human Voice ist eine moralische Lektion über das Begehren, auch wenn die Protagonistin hier am Rande des Abgrundes steht. Wer sich auf die Abenteuer des Lebens und Liebens einlässt, setzt sich zwangsläufig diesem Risiko aus. Der Schmerz ist in ihrem Monolog ständig spürbar. Es bleibt die Orientierungslosigkeit und die Verzweiflung zweier verlassener Lebewesen.“ (Wiki)
Ich habe den Film in 2021 schon gesehen gehabt. Deswegen hier meine Gedanken von damals.
Nerd Alarm!
Hier geht es um einen 30 minütigen Kurzfilm. Den ersten englischsprachigen Film von Pedro Almodóvar basiert auf Jean Cocteaus Theaterstück La voix humaine. Er erzählt von einer Frau, die vergebens auf die Rückkehr ihres Geliebten wartet, der sie verlassen hat. Und das seit drei Tagen. Zurückgelassen hat er nur Gepäck und einen Hund, der sein Herrchen schmerzlich vermisst.
Diese Frau spiel Tilda Swinton. Oder besser gesagt gibt die Göttin uns ein schauspielerisches Geschenk, das wie Ambrosia herkommt. Und das ist keine Ironie, sondern pure Bewunderung.
Dieses Schauspielerisches Genie trifft auf auf die komplette filmische Welt von Pedro A.
Man sieht sie 30 Minuten mit ihrem vermeidlichen Ex über die Trennung sprechen. Und dabei zieht ihr Charakter alle Möglichkeiten einer Frau um ihn umzustimmen. Unterwürfigkeit, Angriff, Selbstmord und und und.
Pedro A. lässt dies in einer Wohnung spielen die man als Cineast sofort als eine Predo Welt erkennt. Und dabei geht er wie oft bei ihm um Kino im Kino. Nur diesmal sehen wir wie die Räume der Wohnung in einer Filmhalle als Filmkulisse stehen.
Im Gegensatz zu Cocteau holt er den Charakter von Tilda aus dem Emotionalen Gefängnis einer verlassenen Frau. Zum einen weil sie die Kulissen abbrennt und das Studio am Schluss verlasst.
Zum anderen weil sie nach drei Tagen vergeblichen warten, Tabletten nimmt und wie gar nicht wissen, ob das Telefonat wirklich stattgefunden hat oder sie alles nur geträumt hat, bevor sie stirbt.
Spannend ist das Cocteau ein Schwuler Mann ist dem als Regisseur vorgeworfen wurde weibliche Schauspielerinnen keine Freiheit zu geben. Und Pedro als das genaue Gegenteil gilt.
Alles zusammen ein cineastisches Paradis.
Nerd-PS 1: dieses Stück hat Pedro in drei seiner Film als Stücke auf der Bühne genützt. Und Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs hat sein erzählerisches Grundkonzept von dem Theaterstück von Cocteau.
Nerd-PS 2: aus Zeit Gründen konnte keine neue Filmmusik gemacht werden, sondern es wurden aus drei Pedro Filmenmusiken Adaptionen zu einer neuen gemacht.
Nerd-PS 3: Das am Anfang des Filmes das Buch „Frühstück bei Tiffany“ von Truman Capote gezeigt wird und es nur sehr wenige Koffer gibt, gehe ich davon aus das es sich nicht um ein klassisches Paar dreht, sondern das „ihr“ Freund ein Hustler ist.
Nerd-PS 4: Auch wenn Jean Cocteau dieses Stück speziell für Frauen geschrieben hat, hat er doch ganz offensichtlich seine Beziehung mit Jean Marais als Vorlage genommen. Also das gemacht was Pedro Almodovar andersherum mit der Rolle für Pedro Pascal gemacht hat.
Nerd-PS 5: Wer zu faul ist, ins Kino zu gehen oder einfach kein Geld ausgeben will, kann sich das Gleiche auch umsonst ansehen auf YouTube. Allerdings mit Ingrid Bergmann.Sie legt der Schwerpunkt weniger auf die Härte und mehr auf das Melodram, anbei der Link.
„Das Lied von der Erde“ das sind 6 „Lieder“ von Gustav Mahler. Sie sind irgendetwas zwischen einem Lieder-Zyklus und einer Symphonie.
Aus eigener tiefer Emotionalität beschäftig sich hier Mahler mit seiner eigenen Sterblichkeit und der Frage nach dem DANACH. Er hatte gerade sein Tocher verloren und eine Herzkrankheit diagnostiziert bekommen, an der er auch später tatsächlich gestoben ist.
In diesem Video schafft LENNY BERNSTEIN schafft es, den Text mit der Musik und der Philosophie und der Psychologie und der Spiritualität zu vereinen und uns verständlich und emotional zu vermitteln.
Er erklärt die 6 Lieder und ihre Bedeutung. Füht uns ein in die Hauptthemen der Lieder: Intoxikation, Sterblichkeit, Selbst-Narkotisieren. All das haben dieser Lieder von Gustav Mahler als Thema. Ein Thema das uns lehrt was es bedeutet, dies als „Way of living with reality“ anzunehmen oder mindestens anzuerkennen.
Ganz nebenbei hat das Stück auch die Dualität zwischen Männlich und Weiblich indirekt zum Thema. Nicht als Geschlecht, sondern als Attitüde. Die ersten drei Lieder sind als Tenor dem Zerstörenden, dem Kämpfenden bzw der Autorität vereinenden, Attitüde gewidmet.
Während die letzten drei Lieder dem Heilenden, Zusammenführenden und verbinden gewidmet sind.
Was hat das alles mit dir zu tun? Was hat das alles mit mir zu tun?
Mahler schenkt uns hier seine Perspektive was es heisst mit der eigenen Vergänglichkeit umzugehen im hier und jetzt. Sowie wie der Übergang vom Sein ins Nichts bedeutet. Und Bernstein erklärt in Worten was uns die Musik schon auf viel tieferer Ebene geschenkt hat.
Und das alles als Musikalische Spiritualität. Da lohnt es sich hinzuhören. Das letzte Lied mit seinen 30 min und natürlich das meditative Ende des letzten Liedes ist ein Lehrer all dessen, die es als Mensch oder sollte ich Guru sagen, so kaum gibt.
Lost of ego
Merging with the cosmos
Lost of personal identity and thereby gaining of total identity
All and the nothing being equal
All dieses Punkte sind laut Bernstein seine Bestätigung der Östlichen Philosophie und Spiritualität. Und Kennzeichen des Übergangs via des eigenen Todes als Synonym für Ewigkeit.
Gerhard Richter. Für mich ein Bild vom ihm , indem für mich der Kosmus und damit die Ewigkeit gezeigt wird.
Wenn ich in der Headline von dem „Spiritualität Teil 1“ spreche, dann meine ich dieses Bild von Mahler und Bernstein zum Übergang ins Unendliche. Und dem unsäglichen Trost der darin liebt. Aber ich meine auch den Auftrag im Leben diese 4 Teile bereits im Leben Raum zu geben. Also seinem Ego zu bekämpfen und sich als Teil des Ganzen zu verstehen.
Gerhard Richter. Für mich ein Bild vom ihm , indem für mich der Kosmus und damit die Ewigkeit gezeigt wird.
Während „Spiritualität Teil 1“ sich mit dem Sein und dem Nicht Sein beschäftig. Wird Teil 2 sich damit beschäftigen was man dann so tun kann, mit dem Sein. Während mir Mahler mit Musik im Teil 1 hilft. Wird im Teil 2 Friedrich Schiller und der Film „All of us strangers“ helfen.
Die letzten Minuten des letzten Liedes „Der Abschied“ von Gustav Mahler‘s „Das Lied von der Erde“ hat folgende Worte:
Da wo die Musik die Worte Ewig trifft, beginnt die Ewigkeit.